Nachtleben im Athen-Lexikon

Am Abend verwandelt sich das tagsüber eher biedere Viertel Psiri in ein Zentrum der Nachtschwärmer. Ab 18 Uhr füllen sich die Straßen mit Tischen und Stühlen, sind aber frühestens um 21 Uhr besetzt. Wie in den warmen Ländern rund um das Mittelmeer üblich, wird erst um diese Zeit zu Abend gegessen. In den Bars, Klubs und Discos ist es nicht vor Mitternacht richtig voll. In Exarchia finden Sie zahlreiche Bars und Cafés und einige Rembetiko-Clubs. Da die Universität in der Nähe liegt, treffen sich hier auch viele junge Leute. Kolonaki ist nicht nur das Einkaufparadies der Schickera. In den zahlreichen Straßencafés genießen auch viele Künstler und Studenten ihren Frappé. Vor allem in den Abendstunden hat man dabei sehr interessante Ausblicke auf die Flaniermeile der Schickeria. Die zahlreichen Restaurants bieten Spezialitäten aus aller Herren Länder, so dass kulinarische Abwechslung garantiert ist. In der Nähe des Monastiraki-Platzes finden Sie viele Cafés, die teilweise auch am frühen Morgen geöffnet haben. Dort können Sie einen letzten Ouzo trinken und eine der typischen Mezes (kleine Snacks, eigentlich Vorspeisen) dazu essen, um dem Kater vorzubeugen. Hier liegt auch das bekannte Rebeccas, ein eher unauffälliges Kafenion mit guten Mezes, das rund um die Uhr geöffnet hat. Wenn Sie einmal wie die Griechen ausgehen wollen, sollten Sie in einen Rembetiko-Club gehen. Der Rembetiko hat sich Anfang des 20. Jahrhunderts in Subkulturen – hauptsächlich bei in Piräus lebenden kleinasiatischen Flüchtlingen – aus der griechischen Volksmusik entwickelt. Er wird auch als griechischer Blues bezeichnet, da die Texte sich hauptsächlich mit den Sorgen der kleinen Leute und dem Alltagsleben beschäftigen. Der Rembetiko ist in Griechenland sehr populär und die Klubs mit Livemusik werden gerne in Gruppen besucht. Dort fließt reichlich Alkohol, die Stimmung ist toll und die Nacht lang. Daher sollte man die Kosten für ein Taxi nach einer langen, lauten und alkoholhaltigen Nacht einplanen.



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