Metro im Athen-Lexikon

Bereits seit 1869 bestehen in Athen Ansätze eines öffentlichen Nahverkehrs. Eine eingleisige Dampfeisenbahn verband Athen mit dem zwölf Kilometer entfernten Hafen Piräus. Sie wurde nicht nur zum Personentransport verwendet, sondern auch für den Warenverkehr. 1895 wurde die Strecke dann verlängert und verband Omonia und das Zentrum Athens mit einem Endbahnhof an der Station Monastiraki. Die Empfangsgebäude aus diesen Anfangszeiten liegen als ehemalige Endbahnhöfe quer zur Strecke der heutigen U-Bahn und stehen nach Restaurationsarbeiten unter Denkmalschutz. 1904 wurde die Metro dann in eine U-Bahn nach modernen Vorstellungen umgebaut und elektrifiziert. In den 30er Jahren wurde die Strecke erneut verlängert und modernisiert. Für die nächsten Jahrzehnte blieb die Metro in diesem Zustand und Ende des 20. Jahrhunderts war die eine Linie mit ihrer veralteten Technik für die Bedürfnisse einer Millionenmetropole völlig unzureichend. Mit Blick auf die Olympischen Spiele 2004 begannen 1992 umfangreiche Baumaßnahmen. Heute umfasst das Streckennetz 3 Linien und verfügt über modernste Technik und architektonisch schöne Stationen. Das Besondere ist aber die Verwendung der Stationen für Kultur in jeder Form. In den Zwischenebenen sind Ausstellungen von antiken Fundstücken, Werken zeitgenössischer Künstler und andere wechselnde Ausstellungen zu sehen. Vor allem an den Stationen Akropolis und Syntagma können viele antike Kostbarkeiten bewundert werden. In Piräus gibt es ein interessantes kleines Museum zur Geschichte der Linie 1. Häufige Veranstaltungen und Aufführungen laden zu Bleiben an den Metrostationen ein. Für Besucher der Stadt bietet die Metro ein bequemes und sicheres Beförderungsmittel, mit dem fast alle Sehenswürdigkeiten erreicht werden können. Auch ist die U-Bahn mit ihren interessanten Stationen selbst eine Sehenswürdigkeit und die oberirdischen Streckenteile bieten neue Ansichten auf antike Stätten, durch die sie führen.

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Text (c) 2017: C. H.

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