Archäologisches Nationalmuseum im Athen-Lexikon

Das Archäologische Nationalmuseum ist das größte Museum Griechenlands und eines der bedeutendsten der Welt. Es beherbergt die wichtigste Sammlung zur griechischen Antike. Das neoklassizistische Hauptgebäude wurde 1874 eingeweiht und 1881 und 1885 um die beiden Seitenflügel erweitert. Auf über 8.000 Quadratmetern sind in fünf Abteilungen Exponante aus fast 6.000 Jahren Geschichte ausgestellt. Besonders wichtige Ausstellungsstücke stehen stellvertretend für ganze Stilrichtungen oder Handwerkstechniken, andere sind einzigartige Einzelstücke aus Kunst oder Technik. Die prähistorische Abteilung enthält Funde aus der Jungsteinstein und den großen Kulturen, die vom 6. bis Ende des 2. Jahrtausends v. Chr. rund um das ägische Meer entstanden sind. Schwerpunkte sind das Neolithikum, die kykladische Kultur und das mykenische Reich. Die ägyptische Sammlung ist die einzige in Griechenland. Außer ägyptischen Exponanten werden auch Funde aus den Hochkulturen des Nahen Ostens gezeigt. Zeitlich wird der gesamte Zeitraum von der prädynastischen Epoche um 5.000 v. Chr. bis zur römischen Eroberung abgedeckt. In der Abteilung Plastik wird die Entwicklung der griechischen Bildhauerkunst ab dem 6. Jahrhundert v. Chr. mit einzigartigen Meisterstücken gezeigt. Der Entwicklung der Töpferkunst vom 11. Jahrhundert v. Chr. bis zur römischen Eroberung ist die vierte Abteilung gewidmet. Neben Gefäßen, die sämtliche charakteristischen Stile Griechenlands aus tausend Jahren vertreten, ist mit der Stathatos-Sammlung auch keramische Kleinkunst aus allen Epochen in der Kollektion enthalten. Die metallurgische Sammlung enthält vor allem Statuen und Figurinen, aber auch Kleinkunst aus Bronze. Wie in den anderen Abteilungen sind sämtliche griechischen Epochen und Stilrichtungen mit den Exponaten abgedeckt. Waffen und Goldarbeiten sind meist Einzelstücke, in ihrer Form einzigartig sind.

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Text (c) 2017: C. H.

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