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Parthenon
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Akropolis
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Lykavittos
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Kerameikos im Athen-Lexikon

Nordwestlich der Akropolis liegt der Stadtteil Kerameikos, der seinen Namen von den Kerameis – den Töpfern – erhielt. Ihre Werkstätten machten das Viertel zum Zentrum der attischen Keramikherstellung. Die Hauptattraktion ist aber der einzige antike Friedhof Athens, der nicht der Bauwut zum Opfer gefallen ist. Da er von der Prozessionsstraße nach Eleusis und der Akademiestraße zur platonischen Philosophenschule durchquert wird, war er auch noch eine der bedeutendsten Begräbnisstätten des antiken Athen. Wie in der Antike üblich, lag der Friedhof außerhalb der Stadtmauern. Bestattet wurden dort die Angehörigen aller Bevölkerungsschichten. So finden sich hunderte von Stelen auf den Gräbern von Sklaven, die über den ganzen Friedhofskomplex verstreut sind. Besonders auffallend sind aber die prunkvollen Grabmale von Adligen und reichen Bürgern. Über dem Grab des Dionysios von Kollytos liegt der riesige Stier, der das Wahrzeichen des Kerameikos ist. Bei den meisten Grabmalen handelt es sich aber um Repliken, deren Originale im Archäologischen Nationalmuseum oder im Kerameikos-Museum auf dem Friedhofsgelände zu besichtigen sind. In dem kleinen Museum auf der Anlage kann man auch anderen Grabschmuck und Grabbeigaben sehen. Außerdem wird eine interessante Ausstellung über die Entwicklung der Bestattungsrituale gezeigt. Eine Besonderheit ganz anderer Art entsteht durch den kleinen Bach Eridanos, der die Anlage durchzieht. Er ist die Grundlage für ein artenreiches Biotop, das das Gelände nicht nur ungewöhnlich grün für Athener Verhältnisse macht, sondern auch eine große Population von griechischen Landschildkröten beherbergt. Abseits des Stadtlärms können Sie nach der Besichtigung der antiken Hinterlassenschaften bei der Betrachtung einer sich sonnenden Schildkröte eine Verschnaufpause einlegen.


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Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Attika
Fläche: 361,719 km²
Einwohner: ~2.8 Mio.
Hauptstadt: Athen
Stadtgemeinden: 48
UNESCO Weltkulturerbe