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Kapnikarea im Athen-Lexikon

Mitten in der Ermou-Straße – einer großen Fußgängerzone – liegt die bezaubernde kleine Kirche Kapnikarea. Die byzantinische Kreuzkuppelkirche wurde im 11. Jahrhundert erbaut und im 13. Jahrhundert durch eine kleine Kapelle der Heiligen Barbara, Agia Varvara, ergänzt. Ihren Namen hat sie von dem Steuereintreiber Kapnikaris erhalten, der sie stiftete. Eine andere Erklärung wäre die Ableitung von „Kamou Karea“, griechisch für „Jungfrau mit Gewand“. Im Innenraum sind wunderbare Fresken und die gesamte Fassade ist mit Mosaiken verziert. Als die Kirche unter König Otto I. abgerissen werden sollte, um die Straße auszubauen, brach ein Sturm der Entrüstung unter den Athenern los. Der aus Bayern stammende Wittelsbacher hatte bereits mehrere Zeugnisse der byzantinischen Kultur zerstört und war entsprechend verhasst. Schließlich führten die Proteste zum Erfolg und eine Anweisung aus der Heimat pfiff ihn zurück. Heute steht das Kleinod zwischen Warenhäusern und Menschenmassen. Die frommen Griechen benutzen sie noch immer zum Gebet während einer Einkaufstour und das Mäuerchen um die Kirche wird gerne für eine kleine Pause verwendet.


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Staat: Griechenland
Verwaltungsregion: Attika
Fläche: 361,719 km²
Einwohner: ~2.8 Mio.
Hauptstadt: Athen
Stadtgemeinden: 48
UNESCO Weltkulturerbe